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"Sag mal, macht dir das Spaß im Rollstuhl zu sitzen...?!"

Nur einen kurzen Moment hatte ich nicht aufgepasst. Das schwere Eisentor rammte mit Schwung in die Ferse und klemmte den Fuß ein, dass es knackte. Zum Glück war Karen gerade mit dem Auto in der Nähe, so dass sie mich aufsammeln und zur Notaufnahme der Uniklinik fahren konnte. Weil an Auftreten nicht zu denken war, organisierte meine persönliche Krankenschwester einen Rollstuhl und schob mich zum Automaten, wo man brav seinen "Nummerlapp" zieht. Nach der üblichen Wartezeit durfte ich in die Tür des Behandlungszimmers, wo ich von einer Schwester mit den Worten begrüßt wurde: "Sag mal, macht dir das eigentlich Spaß, im Rollstuhl zu sitzen?!" Als höflicher Mensch ging ich gar nicht auf die Frage ein. Ich hatte sie bestimmt nur völlig missverstanden. Dann erfuhr ich, dass ich hier ja wohl völlig falsch sei. Für solche Fälle sei ein ganz anderes Krankenhaus zuständig, aber doch nicht hier, das zweitgrößte Krankenhaus im ganzen Land. Ja, klar, logisch. Auf Wiedersehen. Auf...

Nils "Personal Project"

Das ganze Schuljahr haben sie daran gearbeitet. Das sogenannte "Personal Project" ist fester Bestandteil des internationalen Schulsystems, ohne erfolgreichen Abschluss dieses Projekts bekommt man keine Zulassung zum internationalen Abitur. Jeder Schüler darf sich völlig frei ein Projekt wählen, welches nach bestimmten Richtlinien durchzuführen und zu dokumentieren ist. Die Dokumentation bzw. der Bericht über die Durchführung zählt mehr als das eigentliche Produkt. Und gestern war es dann endlich soweit: Die Stufe 10 der internationalen Schule Göteborg präsentierte in einer Ausstellung stolz all ihre fertigen Projekte. Vom selbstgebauten Computer über internationale Kochbücher bis hin zur Studie über Depression war alles vertreten.  Nils hat einen Promo-Film zum Thema Longboarding produziert: Nils erklärt sein Projekt einem Besucher. Nils und noch'n Longboarder, der sein eigenes Longboard komplett selbst gebaut hat.  Architektin und Autorin: Zwei weiter...

Gottes Show-off

Nun war es bestimmt schon die vierte oder fünfte Nacht, in der ich von der Brandung Ericeiras an der Küste Portugals geträumt habe. CA hatte das jährliche Leadershipsummit wieder dorthin verlegt, weil das christliche Konferenzcenter in London deutlich teurer wurde als ein ansehnliches Hotel zur Nebensaison im Süden Europas. Die Lage dieses Hotels ist unschlagbar schön. Unermüdlich rollen riesige Brecher aus dem Atlantik heran  und klatschen spektakulär gegen die Klippen. Wenn ich diese Brandung sehe, brauche ich nichts anderes mehr. Stundenlang könnte ich zuschauen und es gibt immer wieder Neues zu sehen. Diese Brandung muss mich tief beeindruckt haben, denn nun träume ich immer wieder nachts von diesen Wellen. Und obwohl es sich hier um so etwas simples wie eine einfache Wasseroberfläche handelt, denke ich mir, dass es ein bisschen auch so sein muss, wenn wir einmal Gott sehen werden. Bedrohlich und kraftvoll, und doch unbeschreiblich schön und ästhetisc...

Das Jahr im Bild

Viele machen Jahresrückblicke. Das können wir auch. Wenn auch (zu?) spät. Ein kleiner privater Rückblick auf 2013. Großbaustelle Angered: Überall wird gebuddelt und gebaut - Straßenverbreiterungen, Wohnungen, Industriegebiete. Ein nagelneuer Bus- und Straßenbahnhof, ein modernes, schönes Schwimm-, Eis- und Sportzentrum. Ein komplett neuer Stadtpark. Der hier dargestellte Parkplatz in Angered Centrum wurde im Januar gesperrt und aufgerissen. Hier entsteht ein nagelneues Krankenhaus. Der psychologische Frühling fängt in Schweden schon im Januar an ("Jetzt ist Frühling!"), der astronomische im März (Tag-und-Nachtgleiche) und der tatsächliche erst im Mai (siehe die kommenden Bilder). Für einen Deutschen mag es manchmal seltsam klingen, wenn im dunkelsten Januar bei tiefsten Minusgraden manche schon Frühlingsgefühle bekommen. Wie mag Svea Nadia, die seit 2013 länger in Schweden als in Deutschland gelebt hat, das später einmal empfinden? Der gemeine Skandinavier muss la...