Als Kind hörte ich manchmal, wie man sich über deutsche Auswanderer lustig machte, die nach vielen Jahren wieder auf Deutschlandbesuch kamen und deren Muttersprache plötzlich mit einem Akzent belegt oder von falschen Präpositionen gekennzeichnet war. Natürlich habe ich als Kind sofort geglaubt, dass das Sprachverhalten dieser Menschen von Welt ausschließlich theatralische Arroganz uns Dörflern gegenüber gewesen sein muss, obwohl meine kleinen Ohren es ehrlich gesagt auch faszinierend fanden, diesen Hauch von Exotik. Heute, nach zahllosen falsch gesagten Wörtern und Sätzen in fremden Sprachen, manchmal schallendes Gelächter auslösend, manchmal betretenes Wegsehen, doch immer dieses Gefühl leicht peinlicher Unsicherheit hinterlassend, bin ich gnädig geworden allen gegenüber, die sich mit fremden Sprachen herumschlagen müssen. Ich bewundere meine ausländischen Kollegen in Kipfenberg, beim Steinmüller und anderswo, die Deutsch gelernt haben. Manchmal, wenn ich mein deutsches Bier im Gart...