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Posts

Der Pass.

Geheilt! Ich wurde geheilt! Geheilt von einem angeborenen Leiden, welches eine psychosomatische Form des Fernwehs war: Dieser Stich im Herz gefolgt von Bluthochdruck und Konzentrationslosigkeit, wenn jemand einen Reisepass sein Eigen nennen durfte, welcher nicht vom langweiligen Einwohnermeldeamt gleich um die Ecke, sondern von deutschen Vertretungen an den exostischsten Stellen dieser Welt ausgestellt wurde. So einen wollte ich auch schon immer haben! Ach, dieser Hauch des Abenteuers, des Unbekannten! Stattdessen war ich einfacher Betriebsschlosser, eingesperrt als Teenager in einer stinkenden Fabrik. In dieser Zeit wurde ich gefunden von Jesus und eingeladen, ihm nachzufolgen. Ich habe Jesus als eine erstaunliche, faszinierende Persönlichkeit kennengelernt, die meine eigene Persönlichkeit, meine Gaben und Wünsche sehr, sehr ernst nimmt. Deshalb erschien es nur logisch, ihm eines Tages zu sagen: "Jesus, du meinst es wirklich gut mit mir - deswegen gebe ich dir alles , was ich h...

So, das hätten wir dann auch erledigt.

Was man nicht alles mitmacht, damit Menschen geheilt werden...

Sommer, Sommer...

Die Kinder tollen im Meer Ole spielt mit "Bötchen" Schwesterlein und Schwesterlein Nils mit offenem Haar oder beim Frisbee Zum Endspiel nach Brasilien Vorher noch'n Bier bei Schwiegermama Zwei liebliche Jünglinge Zwei harte Seebären I'm driving... ...electric!!! schon wieder Frisbee Cooler Wasserfall Starker Mann vor coolem Wasserfall Heiße Frau an coolem Wasserfall Starker Mann und heiße Frau in coolem Wasserfall...

Schwedenabi

Wir haben noch gar keine Zeit gehabt, über das größte Fest im Leben des Schweden zu reden: Das Abitur. Naja ok, Hochzeit ist vielleicht noch 'n bisschen größer, aber weil eh kaum noch jemand heiratet in diesem Land, wird das Abitur wohl zum größten Fest des Lebens. Vor einem Monat hatten wir unser eigenes Debut in dieser schwedischen Tradition. Ole hat "den Studenten genommen", wie man hier zu sagen pflegt - oder auf gut deutsch: ABI 2014. Das Ganze beginnt mit dem "Raussprung": Sämtliche Freunde und Familienmitglieder drängeln und quetschen sich auf dem Schulhof vor dem Haupteingang. Für jeden Abiturienten hält jede Familie ein eigens angefertigtes Studentenbild stolz in die Luft, meist mit einem Kleinkinderbild desjenigen versehen. Klasse um Klasse wird dann nacheinander herausgelassen, welche unter lautem Jubelgeschrei den Laufsteg entlang zur Bühne rennt, um dort eine kurze Freudenshow mit Musik, Tanz oder Konfettifeuerwerk zu liefern. Anschließen...

Oh ohh: Marcus hat nun Schwedin mit drei schwedischen Kindern zur Frau

Die offizielle Zeremonie wurde gestern unter freiem Himmel in Göteborg vollzogen. Hier ist die filmische Dokumentation - selbstverständlich mit schwedischer Nationalhymne:

Gips weg - Schmerz zurück

Am Samstag sah ich noch so aus: Das war der Grund, warum ich nicht am Göteborger Halbmarathon teilnehmen konnte - schrecklich, aber wahr. Heute trage ich keinen sexy Gips mehr - dafür tut der Fuß wieder so weh wie nach dem Bruch. Schlimm, also. Auf dem Röntgenbild ist keine Heilung zu sehen, schlimm, also. Aber die Ärzte meinen, die Heilung dauere bis zu vier Monaten und ich solle mal wieder belasten. Schlimm, also. Und Krankengymnastik betreiben. Mal sehen... Svea ist ihren Gips mittlerweile auch wieder los und konnte am Sonntag sogar den 5km Jugendlauf machen. Nicht in Rekordzeit, aber mit Gips trainiert sich's auch schlecht. Und Nils verbesserte sein Einkommen auf dem Göteborger Megasportwochenende als Liebesengel: Rote Rosen verkaufen!

Noch'n Knochen gebrochen...

Da stand wohl ein Spind im Weg...

"Sag mal, macht dir das Spaß im Rollstuhl zu sitzen...?!"

Nur einen kurzen Moment hatte ich nicht aufgepasst. Das schwere Eisentor rammte mit Schwung in die Ferse und klemmte den Fuß ein, dass es knackte. Zum Glück war Karen gerade mit dem Auto in der Nähe, so dass sie mich aufsammeln und zur Notaufnahme der Uniklinik fahren konnte. Weil an Auftreten nicht zu denken war, organisierte meine persönliche Krankenschwester einen Rollstuhl und schob mich zum Automaten, wo man brav seinen "Nummerlapp" zieht. Nach der üblichen Wartezeit durfte ich in die Tür des Behandlungszimmers, wo ich von einer Schwester mit den Worten begrüßt wurde: "Sag mal, macht dir das eigentlich Spaß, im Rollstuhl zu sitzen?!" Als höflicher Mensch ging ich gar nicht auf die Frage ein. Ich hatte sie bestimmt nur völlig missverstanden. Dann erfuhr ich, dass ich hier ja wohl völlig falsch sei. Für solche Fälle sei ein ganz anderes Krankenhaus zuständig, aber doch nicht hier, das zweitgrößte Krankenhaus im ganzen Land. Ja, klar, logisch. Auf Wiedersehen. Auf...

Nils "Personal Project"

Das ganze Schuljahr haben sie daran gearbeitet. Das sogenannte "Personal Project" ist fester Bestandteil des internationalen Schulsystems, ohne erfolgreichen Abschluss dieses Projekts bekommt man keine Zulassung zum internationalen Abitur. Jeder Schüler darf sich völlig frei ein Projekt wählen, welches nach bestimmten Richtlinien durchzuführen und zu dokumentieren ist. Die Dokumentation bzw. der Bericht über die Durchführung zählt mehr als das eigentliche Produkt. Und gestern war es dann endlich soweit: Die Stufe 10 der internationalen Schule Göteborg präsentierte in einer Ausstellung stolz all ihre fertigen Projekte. Vom selbstgebauten Computer über internationale Kochbücher bis hin zur Studie über Depression war alles vertreten.  Nils hat einen Promo-Film zum Thema Longboarding produziert: Nils erklärt sein Projekt einem Besucher. Nils und noch'n Longboarder, der sein eigenes Longboard komplett selbst gebaut hat.  Architektin und Autorin: Zwei weiter...

Gottes Show-off

Nun war es bestimmt schon die vierte oder fünfte Nacht, in der ich von der Brandung Ericeiras an der Küste Portugals geträumt habe. CA hatte das jährliche Leadershipsummit wieder dorthin verlegt, weil das christliche Konferenzcenter in London deutlich teurer wurde als ein ansehnliches Hotel zur Nebensaison im Süden Europas. Die Lage dieses Hotels ist unschlagbar schön. Unermüdlich rollen riesige Brecher aus dem Atlantik heran  und klatschen spektakulär gegen die Klippen. Wenn ich diese Brandung sehe, brauche ich nichts anderes mehr. Stundenlang könnte ich zuschauen und es gibt immer wieder Neues zu sehen. Diese Brandung muss mich tief beeindruckt haben, denn nun träume ich immer wieder nachts von diesen Wellen. Und obwohl es sich hier um so etwas simples wie eine einfache Wasseroberfläche handelt, denke ich mir, dass es ein bisschen auch so sein muss, wenn wir einmal Gott sehen werden. Bedrohlich und kraftvoll, und doch unbeschreiblich schön und ästhetisc...

Das Jahr im Bild

Viele machen Jahresrückblicke. Das können wir auch. Wenn auch (zu?) spät. Ein kleiner privater Rückblick auf 2013. Großbaustelle Angered: Überall wird gebuddelt und gebaut - Straßenverbreiterungen, Wohnungen, Industriegebiete. Ein nagelneuer Bus- und Straßenbahnhof, ein modernes, schönes Schwimm-, Eis- und Sportzentrum. Ein komplett neuer Stadtpark. Der hier dargestellte Parkplatz in Angered Centrum wurde im Januar gesperrt und aufgerissen. Hier entsteht ein nagelneues Krankenhaus. Der psychologische Frühling fängt in Schweden schon im Januar an ("Jetzt ist Frühling!"), der astronomische im März (Tag-und-Nachtgleiche) und der tatsächliche erst im Mai (siehe die kommenden Bilder). Für einen Deutschen mag es manchmal seltsam klingen, wenn im dunkelsten Januar bei tiefsten Minusgraden manche schon Frühlingsgefühle bekommen. Wie mag Svea Nadia, die seit 2013 länger in Schweden als in Deutschland gelebt hat, das später einmal empfinden? Der gemeine Skandinavier muss la...